Welche Möglichkeiten für den Internetzugang gibt es?

Um ins Internet zu gelangen gibt es mehrere Möglichkeiten. Anbei eine Übersicht der Techniken.

Der Klassiker ist über die Telefonleitung, also Kupferkabel, in Form von DSL. Dies ist der aktuelle Stand und hierzulande am häufigsten verwendet. Eine analoge oder ISDN-Einwahl dürfte es heutzutage kaum noch geben.

Per Mobilfunk, also beispielsweise via LTE, geht ebenfalls, das kennt man in der Regel vom Smartphone. Meist ist das Hightspeed-Datenvolumen begrenzt, ferner hängt die Bandbreite und Empfangsqualität von mehreren Faktoren ab, wie beispielsweise Wetter, Auslastung und Anbindung der Funkzelle, usw.

Mancherorts gibt es WLAN-Zugänge, das ist meist im öffentlichen Raum wie Gaststätten, Hotels, Flughäfen, usw. der Fall. Mitunter ist WLAN im Ort bzw. Ortsteil in Form von einem Bürgernetz oder ener Freifunk-Initiative sogar die einzige brauchbare Möglichkeit um halbwegs schnell ins Internet zu gelangen, wenn kein stabiles sowie schnelles DSL oder anderes verfügbar ist.

Seit einigen Jahren ist es zudem möglich über das TV-Kabelnetz ebenfalls ins Internet zu kommen. Am Beispiel von Haibach besteht diese Möglichkeit bzw. gibt es das Kabelnetz laut Auskunft der Gemeinde nur für ca. 5 % der Haushalte. Die eingesetzte Technik hat sich im Laufe der Zeit ebenfalls weiterentwickelt, stösst allerdings auch immer wieder an Grenzen und Gegebenheiten. So ist das TV-Kabelnetz ein sogenanntes shared medium, d.h. an einer Verbindung hängen mehrere Anschlüsse bzw. Haushalte. Je mehr beteiligt sind, desto schlechter wird die Performance. Dieses Phänomen habe ich bereits mehrfach beobachten dürfen. Tagsüber ist alles gut und schnell, abends wenn alle zu Hause sind, geht die Geschwindigkeit in den Keller. Als weiterer Erfahrungswert kommt eine Kundensituation hinzu, bei der für einen 300 Mbit/s-Anschluss bezahlt wird, aber all unseren durchgeführten Messungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten meist nur um die 10 Mbit/s ankommen. Ferner erreicht das TV-Kabelnetz zwar mit aktueller Technik und im Idealfall schnelle Download-Raten, aber beim Hochladen ist dann wieder schnell schluss.

Dann gibt es noch Richtfunk. Dieses findet sich für den Hausanschluss selten, kommt es eher bei Firmen zur Gebäudevernetzung über öffentlichen Grund hinweg oder bei der Anbindung von Funkmasten untereinander zum Einsatz. Richtfunk setzt immer eine direkte Sichtverbindung voraus! Baumwipfel und selbst das Wetter beeinflussen diese Art der Verbindung teils massiv. In einem Artikel bei golem.de kann man nachlesen, das zwar auch Gigabit-Geschwindigkeit auf diese Art für die sogenannte letzte Meile, also der Strecke zwischen Verteilerpunkt und Haus, möglich ist, aber schon ein Löschblatt für eine Unterbrechung sorgt.

Internet via Satellit, oft als DSL via Satellit bezeichnet, das stimmt zwar technisch betrachtet nicht, da DSL über auf einem Kupferkabel basiert, gibt’s auch noch. Die Bandbreite ist dabei recht gering, beispielsweise 10 Mbit/s im Download, 1 Mbit/s im Upload, hinzu kommt eine hohe Latenz, also Verzögerungszeit, da das Signal zum Satelitten muss und zurück und das auf beiden Seiten, gemeint ist der Bodenstation als auch dem eigenen Anschluss. Bei schlechten Wetterverhältnissen wird das Signal, wie beim Richtfunk, ebenfalls negativ beeinflusst und das Datenvolumen ist wie beim Mobilfunknetz begrenzt.

Zu guterletzt wäre dann noch die Glasfaser. Schneller und zuverlässiger als die bisher genannten Techniken. Zudem unempfindlich gegenüber dem Wetter und weiterer elektromagntischer Einflüsse, zukunftfähig dank sehr hoher Bandbreiten. Auch wenn aktuell „nur“ Bandbreiten von 300 Mbit/s bis hin zu 1 Gbit/s angeboten werden, so ist noch viel mehr möglich. Anbei ein kleiner Auszug:

t3n – 255 Terabit pro Sekunde: Wissenschaftler stellen mit Glasfaser neuen Rekord auf (2014)

Technische Universität München – Glasfaser überträgt ein Terabit pro Sekunde (2016)

ZDnet – Forscher übertragen 1 Petabit pro Sekunde per Glasfaser (2018)

Da sind selbstverständlich unterschiedliche Ansätze und Techniken im Einsatz, diese zeigen allerdings deutlich, was über das Medium Glasfaser im Vergleich zum Kupferkabel bereits seit Jahren möglich ist!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.