Haibach: Nur noch gut zwei Wochen!

Am 15.02.2020 ist Stichtag für die Verlängerung der Nachfragebündelung in Haibach! Werden wir es schaffen? Wird es ein zukunftsfähiges Internet in Haibach geben?

Aktuell (Stand: 31.01.2020) stehen wir bei 26%, das reicht noch nicht,  denn 40+ müssen es werden. Viele Anliegen wurden seit dem Start geklärt, der eine oder andere hat haus- bzw. wohnungsintern bereits mit neuem Router und schnellem WLAN vorgesorgt, fehlt also nur noch die Glasfaser, damit das alles ordentlich genutzt werden kann und sich die Mühe gelohnt hat.

Selbst anfängliche Skeptiker die ich kenne haben mittlerweile einen Vorvertrag unterschrieben. Oft weil man in der Familie bzw. im Haushalt dann doch an die Grenzen des aktuell machbaren gestoßen ist. Neuestes Beispiel ist eine Familie, bei der der jetzigen Internetanschluss ausgelastet ist, wenn die Kinder Netflix oder Amazon Prime schauen, die Mutter surft und der Vater aus der Mediathek von ARD/ZDF etwas abruft.

Auch eine „schöne Geschichte“ die ich aus einem kürzlich geführten Gespräch zu berichten habe: Eine Familie ist mit ihrem Telefon/Internet-Anschluss bei Vodafone. Der Anschluss ist recht langsam (DSL 6000) sowie instabil und man hätte gerne mehr. Bereits in der Vergangenheit ist man das Thema schonmal angegangen, man könnte lediglich auf DSL 16.000 gehen oder einen Kabelanschluss nutzen, dieser wäre ja vorhanden, soweit die Aussage vom Anbieter. Ersteres wäre nur ein leichte Verbesserung und würde bei der bereits vorhandene Nutzung quasi nichts bringen, letzteres geht nicht, da entgegen der Anbieteraussage gar kein Kabelanschluss vorhanden ist. Vor dem Jahreswechsel meldete sich dann Vodafone und fragte nach, ob man denn zufrieden sei, daraufhin „klagte man sein Leid“, statt das irgendwas unternommen wird, hat der Hotline-Mitarbeiter schlicht das Gespräch beendet. Das zeigt, das man mit dem Bestand nicht weiter kommt.

Darauf verlassen das es eine zweite Verlängerung der Nachfragebündelung geben wird kann man sich nicht. Wenngleich zugegebennermaßen in anderen Gemeinden dies der Fall war. Naja, die Hoffnung stirbt zuletzt, wenn man so möchte, noch ist nichts entschieden. Letztlich hat es vielerorts sozusagen auf den letzten Meter dann doch geklappt, wie die Beispiele aus der Region in Schaafheim und Mömbris zeigen. Apropos Mömbris, da wird bereits gebaut:

https://www.glasfaser-moembris.de/

Trotz allem negativen was man auf den ersten Blick über Deutschen Glasfaser findet, so muss man immer bedenken, das nur diejenigen am lautesten Schreien, bei denen etwas nicht funktioniert, das ist bei Telekom und Co. nicht anders. Die vielen vielen Kunden, ganz gleich bei welchem Anbieter, die zufrieden sind, werden sich wohl kaum beschweren! Um Verkaufsgerüchte, Pleitegeier-Befürchtungen, etc. kann man in Sachen Konkurenzkampf und Fake-News nicht viel geben. Bleiben wir doch lieber bei den Fakten. Apropos Konkurrenz: Die belebt ja bekanntermaßen das Geschäft. Wenn ein Anbieter ausbaut, dann kommen evtl. auch mal andere in die Gänge. Wenngleich Überbauen und ähnliches nicht zielführend ist. Man sieht ja am Beispiel des Pilotversuchs in NRW das selbst die Deutsche Telekom das Netz der Deutschen Glasfaser nutzt. Im Grunde das Gleiche wie wir es bereits heute beim VDSL haben. Leitungsinhaber und Diensteanbieter müssen nicht der Gleiche sein. Oft ist die Leitung von der Telekom, 1&1 und Co. mieten diese lediglich an und schalten ihre Dienste darüber. Soviel dazu.

Und wo stehen wir? Wo gibt es noch Fragen? Was gibt es noch zu klären? Ist man aktuell zufrieden, wenn ja, was ist mit der nahen Zukunft? Fünf Jahre sind schnell vergangen, die Entwicklung schreitet zügig voran und dann? Eine (persönliche ) Retrospektive über „das Netz“ und die eigene Erfahrung damit hatte ich im bereits November 2019 veröffentlicht:

50 Jahre Internet – Eine kurze sowie persönliche Geschichte über das Netz

Zurück zum Thema: Wollen wir uns in Haibach quasi das Selbe leisten wie seinerzeit beim Regierungswechsel Schmidt/Kohl? Man bedenke: Bereits 1981 gab es unter der Regierung Schmidt pläne für ein bundesweit flächendeckendes Glasfasernetz! Die Regierung Kohl stoppte das Vorhaben und setzte lieber aus politischen Gründen auf das TV-Kabelnetz:

heise online: Missing Link: Der Kampf um die Glasfaser, oder: Der verpasste Breitbandausbau in Deutschland

Die Forderung sowie „Verschleppung“ von schnellem Internet hat mittlerweile quasi Tradition:

Tagesspiegel – Sind Helmut Kohl und das Privatfernsehen Schuld am langsamen Internet?

Das zeigt, auf die Politik ist in dieser Hinsicht nur bedingt verlass. Bleibt also nur die Privatwirtschaft. Ja, die wollen bzw. müssen Geld verdienen. Das wollen bzw. müssen wir mit unserer Arbeit allerdings genauso, oder?! Internet ist wie Gas, Wasser und Strom, also Infrastruktur die heute einfach zum Leben dazu gehört und um die muss man sich kümmern. So wie Wasserleitungen und mehr immer mal wieder, auch wenn’s Jahrzehnte sind, erneuert werden müssen, so gilt das gleichfalls für die Internetleitungen. Das jetzige Kupferkabel liegt seit Jahrzehnten im Boden, es hat seinen Zweck erfüllt und sein Geld verdient. Es wird Zeit für etwas neues, ein Upgrade, damit die nächsten Jahrzehnte und damit die weiteren Generationen etwas davon haben.

Gehen wir es an, wir haben in Haibach jetzt die Chance dazu!

Euer

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