Den Anschluss der Deutschen Glasfaser mit einem anderen Anbieter nutzen

Oft hört man das Argument, das man bei einem Anschluss der Deutschen Glasfaser keinen anderen Anbieter nutzen könnte, das ist so nicht ganz zutreffend.

Jenseits der zwei Jahre Mindestvertragslaufzeit bei einem Neuanschluss ist ein Wechsel sehr wohl möglich. Fakt ist leider, das die Deutsche Telekom sich meist bei keinem anderen Anbieter „einmietet“, andere hingegeben schon. Eines der bekannsten Beispiele für die Nutzung eines anderen Netzes ist 1&1, da dieser Anbieter kein eigenes Leitungsnetz besitz und von daher immer auf die Vorleistungen, also die Leitungen, von Anderen angewiesen ist.

Als aktuelle Beispiele von Kooperationen in unserer Nähe kann man Deutsche Glasfaser und Entega im südhessichen Raum heranziehen. In Eppertshausen war gerade erst der Spatenstisch für den Ausbau. In Schaafheim läuft im Moment noch die Nachfragebündelung mit den gleichen Partnern.

Ganz frisch kann man in den Medien lesen, das Vodafone und Deutsche Glasfaser kooperieren um Glasfaseranschlüsse für Privatkunden (FTTH) zu realisieren.

Grundsätzlich bietet die Deutsche Glasfaser an, das ihr Netz von anderen Dienstanbietern genutzt werden kann, das Stichwort dazu lautet Open Access.

Der Vollständigkeit halber: Die umgekehrte Richtung gibt es ebenfalls, soll heißen: Die Deutsche Glasfaser übernimmt den Netzbetrieb Anderer:

Deutsche Glasfaser übernimmt das Glasfasernetz in Markt Indersdorf und kooperiert mit Tele Columbus

Der Glasfaseranschluss ist in mehrfacher Hinsicht keine Sackgasse und zur Not könnte man immer noch zum kupferkabel-basierten Anschluss zurück, denn dieser bleibt ja bestehen. Es werden keine Kupfer-Leitungen aus den Straßen geholt oder ähnlich abwegiges was man so hört.

Persönlich habe ich noch keinen Kunden erlebt, der von Glasfaser, ganz gleich welcher Anbieter, wieder zurück zu (V)DSL oder Kabel gewechselt ist.

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